SCHULTING,A., Jurisprudentia Vetus Ante-Justinianea. Leipzig 1737.

SCHULTING,A., Jurisprudentia Vetus Ante-Justinianea. Leipzig 1737.

SCHULTING, Anton, Jurisprudentia Vetus Ante-Justinianea ex recensione et cum notis Antonii Schultingii. De illustratione iuris civil. antiqui ex lectione classicorum auctorum. Praefatus est Georgius Henricus Ayrer. Editio nova, collata cum codicibus antiquissimo Wurceburgensi et Gothano Leipzig, Ex officina Weidmanniana, 1737. Quart. Titelblatt mit Vignette, (86), 941, (80) S. Zeitgenössischer roter Halblederband mit rotem Überzugspapier auf den Buchdeckeln. Wenig beschabt. Beste wissenschaftliche Ausgabe zu den römischen Rechtsquellen in der Zeit vor den justinianischen Gesetzbüchern.

580,00

Order Number: 5683AB

Letzte Ausgabe der berühmten Edition vorjustininianischer Rechtsquellen! Anton SCHULTING (1659-1734), niederländischer Jurist und Philologe, studierte in Leiden und war Rechtsprofessor an den Universitäten Harderwyk und Franeker, schließlich nahm er einen Ruf an die Universität in Leiden an. Berühmt wurde Schulting durch dieses Rechtsquellenwerk, das ihm den Beinamen eines holländischen Cujas einbrachte. Darin sind alle berühmten und einzigartigen Zeugnisse des spätantiken Rechtskultus aufgenommen: Institutionen des Gajus, die Sentenzen des Julius Paulus und viele andere mehr. Schultings dann 1717 in Leiden erschienenes Jurisprudentia vetus ante-Justinianea übertraf mit Abstand alles bisher Erschienene und blieb maßgeblich bis zum Anfang des neunzehnten Jahrhunderts, als der Gaius von Verona ans Licht kam und Lachmann die Prinzipien der Textkritik revolutionierte. Seine Liste vorjustinianischer Quellen ist bis heute maßgeblich, obwohl seitdem Wichtiges dazugekommen ist: im frühen 19. Jahrhundert die Gaius Institutionen und die Fragmenta Vaticana, im 20. Jhdt. verschiedene Papyri. Dabei ist bemerkenswert, daß Schulting nur Texte klassischer Juristen und Kaiserkonstitutionen aufnahm, welche außerhalb Justinians Kodifikation überliefert worden sind, nicht aber, wie van Leeuwen und die modernen Quellensammlungen, die Zwölftafeln oder die Leges regiae. Daraus ergibt sich klar Schultings Absicht, wie er sie auch im Vorwort darlegte: Das Anliegen der Ausgabe war nicht antiquarisch oder rein historisch, sondern juristisch. Die Sammlung sollte Hilfsmittel zum besseren Verständnis des geltenden Rechts, d.h. des Corpus Juris Civilis bereitstellen. Eine Einleitung in den Stand der wissenschaftlichen Forschung gibt im Vorspann Georg Heinrich Ayrer in einer längeren Einleitung. Caji Institutionum libri II. – Julii Pauli sententarum recepatrum libri V. – Tituli ex Corpore Ulpiani – Tituli Codicis Gregoriani – Ex Corpore Hermogeniani Codicis – Mosaicarum et Roamanarum legum Collationis Tituli – Papiniani libri Responsorum.

Schulting-Jurisprudentia-1737

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