DECRETUM GRATIANI – Decretum aureum divi Gratiani cum Glossis. Paris 1506.

DECRETUM GRATIANI - Decretum aureum divi Gratiani cum Glossis. Paris 1506.

DECRETUM GRATIANI – Decretum aureum divi Gratiani cum Glossis. Expensis & Opera Joannis Parvi et Thielmani Kerver/ bibliopolarum Parisiensium in vico domini Jacobi seiunctis hospitiis commorantium. Et Johannis Cabillier mercatoris benemeriti lugduni moram trahentis. Paris, Expensis Joannis Parvi & Thielmani Kervier, 1506, 21. Oktober. Quart. Titelblatt, 582, (41) gezählte Blätter. Halbleinen. Order-no.: IC-51 ISBN 978-3-86303-426-9 in Planung

500,00

Order Number: 29517AB

Sehr schöner Postinkunabeldruck durchgehend in roten und schwarz gedruckten, gotischen Lettern. Das berühmteste kanonische Rechtsbuch des Mittelalters ist das Decretum Gratiani, das der Kamaldulensermönch Gratian in Bologna für seinen Rechtsunterricht geschaffen hat. Dieses im scholastischen Stile verfaßte Lehrbuch stellt sich als eine systematisch aufgebaute Quellensammlung dar. Sein erstes Erscheinen wird auf das Jahr 1140 datiert. Das Decretum Gratiani ist ein mittelalterliches Werk, dem entspricht sein innerer Aufbau, der nicht logisch nach Materien und Sachzusammenhängen systematisiert ist, sondern die einzelnen Abschnitte stehen stets in Beziehung und Verbindung miteinander. Das Werk ersetzt gewissermaßen Gratian, mit dem der Leser im Gespräche steht. So werden thematische Zusammenhänge hergestellt, auch wenn das Thema erst in einem späteren Abschnitt eingeordnet ist. Ergibt sich aus dem Fortgang der Erörterung der Sachbezug, so wird er an dieser Stelle erörtert. Ebenso das Überleiten zumnächsten Thema. Dies wird am Ende des behandelten abschnittes angeführt, der Leser sozusagen auf die nächste Seite hinübergeleitet. Das Werk bringt sich als Gesprächspartner im abstrakten wie realen Sinne ein, ist nicht reines Nachschlagewerk, sondern ein kommunikativer Partner. Für die Kenntnis mittelalterlichen Denkens und Rechtsbewußtseins ein wunderbares Instrumentarium. CORPUS JURIS CANONICI,* Das Corpus Juris Canonici in seinen wichtigsten und anwendbarsten Theilen ins Deutsche übersetzt und systematisch zusammengestellt von Bruno Schilling und Carl Ferdinand Sintenis. Leipzig, Verlag von Carl Focke, 1834. 8vo. (Reprint Vico Verlag, Frankfurt am Main 2010) (I) Ttlbl., VIII, 838 S.; (II) Ttlbl., 987 S. 2 Hlwd.-Bde. Order-no.: BIU-I-21 ISBN 978-3-940176-79-0 380,– 380,— Die beiden Pandektisten Schilling und Sintenis nahmen sich schon während ihrer Übersetzungsarbeiten am corpus iuris civilis vor, anschließend das corpus iuris canonici ins Deutsche zu übertragen. Ganz im Geist der historischen Schule und der Pandektistik war ihnen klar, dass so wenig ein Auszug zu den justinianischen Rechtsbüchern in Frage komme, so reiche eine Auswahl der Übertragung der päpstlichen Rechtsbüchern. Die unterschiedliche Bedeutung der beiden Materien verlange dies, so Sintenis und Schilling im Vorwort. Die Auswahlkriterien waren bestimmt durch die Materien, die heute noch sowohl in der katholischen wie evangelischen Kirche von Bedeutung sind, im Sinne des 19. Jahrhunderts also ein heutiges kanonisches Recht, und alle Bestimmungen, die mit dem römischen Recht verwandt sind, sollten auf jeden Fall übersetzt werden. Weitere Mitarbeiter wollten sie nicht hinzuziehen, um die geschlossenheit der Übersetzung zu erhalten. Die Übersetzung ist heute noch ein unerlässliches Hilfsmittel für die Arbeiten innerhalb der kanonistischen Literatur.

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