GOFFREDUS DE TRANO (gest.1245), Summa Goffredi. Venedig 1586.

GOFFREDUS DE TRANO (gest.1245), Summa Goffredi. Venedig 1586.

GOFFREDUS DE TRANO (gest.1245), Summa Goffredi de Trano in titulos Decretalium. omnibus nedum Pontificii & Caesarei iuris studiosis, verumetiam & religiosis cuiuscunque ordinis utilis ac necessaria. Hac postera editione a Leonardo a LEGE Mantuano recognita. Venedig, Apud Ioannem Baptistam Hugolinum, 1586. Oktav. (Reprint Vico Verlag, Frankfurt am Main 2013) Titelblatt mit Druckersignet, (31), 243num.Bll. Halbleinen. Order-no.: IC-57 ISBN 3-936840 lieferbar

175,00

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Die Summa Goffredi, zwischen 1241 und 1243 verfasst, war das wichtigste Lehrbuch zu den Dekretalen im Mittelalter. Goffredus de Trano, Schüler des Glossators Azo, ein Kanonist und Capellanus an der römischen Kurie, schuf ein Werk, das mit der Summa Azonis vergleichbar ist und bis Ende des 16. Jahrhunderts europaweit benutzt wurde. Auch das römische Recht ist in der summa Goffredi umfangreich eingearbeitet. Bereits 1481 wurde die Summa Goffredi erstmals gedruckt, von Johann Guldenschaff in Köln. Mehr als 400 Jahre entfaltete dieses Lehrbuch im Rechtsunterricht seine Wirkung. Goffredus, geboren um 1200 zu Trani in Apulien, studierte unter Azo in den zwanziger Jahren und lehrte selbst wie sein Lehrer in Bologna. Während seines Aufenthaltes auf dem Konzil von Lyon starb er im Jahre 1245. Anderen Ortes nahm die Summa Goffredi auch außerhalb der Universität und der Gerichte Einfluss, etwa in Schottland: Im 14. Jahrhundert entstand in Schottland eine Reihe von Rechtsbüchern, die wie Gesetze betrachtet wurden. Das bedeutendste darunter, “Regiam Maiestatem”, wurde zwar dem schottischen König David I. zugeschrieben, setzt sich zusammen zu einem Drittel der Summa des Goffredus. Insgesamt wird das römische Recht in der Summa Goffredi in großem Umfang behandelt. Goffredus zitiert: Azo, Bulgarus, Johannes Bassianus, Albericus de Porte Ravennate, Hugolinus, Martinus, Nicolaus Furiosus Vgl. Helmut Coing, Handbuch der Quellen und Literatur der Neueren Europäischen Privatrechtsgeschichte. Erster Band Mittelalter (1100-1500) Die Gelehrten Rechte und die Gesetzgebung, München 1973. I, 378 (4. Abschnitt: Die kanonistische Literatur von K. W. Nörr, ), J. Fr. v. Schulte, Die Geschichte der Quellen und Literatur von Gratian bis auf die Gegenwart. Stuttgart 1877. Bd. II, 88-91 (Nachdruck Vico Verlag Frankfurt am Main 2008); St. Kuttner SDHI 6 (1940) 124-131 (Studia et documenta historiae et iuris, Rom).

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