CINUS de Pistorio (1270-1336/7), In Codicem commentaria. Ffm. 1578.

CINUS de Pistorio (1270-1336/7), In Codicem commentaria. Ffm. 1578.

CINUS de Pistorio (1270-1336/7), In Codicem et aliquot titulos primi Pandectarum tomi, id est Digesti Veteris, doctissima commentaria, nunc Summariis amplius tertia parte auctis, infinitisque mendis sublatis, & Additionibus in margine adiectis, multo diligentius et emendatius quam antea excusa: a Nicolao CISNERO I. U. D. Augustißimae IMperialis Camerae Assessore dignißimo, correcta et illustrata. Frankfurt am Main, Impensis Sigismundi Feyerabendt, apud Ioannem Feyerabendt, 1578. Quart. (Reprint Vico Verlag, Frankfurt am Main 2011) Titelblatt mit Holzschnittbordüre, (7), 571, (29) gezählte Blätter; Titelblatt, 58, (5) gez. Bll. (=zusammen 1.350 S.) Halbleinenband mit Buntpapierüberzug auf den Buchdeckeln. Order-no.: IC-41 ISBN 3-936840-99-7 lieferbar – available Cinus aus Pistoia, Lehrer von Bartolus de Saxoferrato und zudem hochgeachteter Poet Italiens, verfasste um 1314 einen feinsinnigen Kommentar zum Codex Iustinianus. Mit Cinus beginnt die Kommentatorenzeit. ISBN: 3-936840-99-7

390,00

Order Number: 29332AB

Cinus, aus Pistoia stammend, verfasste einen feinsinnigen Kommentar zum Codex, der um das Jahr 1314 entstanden ist. Er ist neben dem Commentarius von Albericus de Rosate das bedeutendste Kommentarwerk zum Codex Iustinianus im Spätmittelalter. Nicht nur umfangreiche Bildung, sondern sogar künstlerische Begabung kennzeichnen das Leben und Schaffen von Cinus aus Pistoia. Mit Petrarca, Boccacio und Dante stand er teilweise in freundschaftlichem Kontakt und verfasste auch eigene Gedichte. Mit Cinus aus Pistoia beginnt die Epoche der Kommentatoren (oder Postglossatoren). Cinus, geboren um 1270 in der oberitalienischen Stadt Pistoia, stammte aus dem vornehmen Geschlecht der Sinibaldi. Über seinen Studienaufenthalt ist wenig bekannt. Der große Kanonist Johannes Andreae (1270-1348) bezeichnet Cinus als Freund. Zu Francesco Petrarca (1304-1374), der bei ihm Vorlesungen zum römischen Recht besucht haben soll, stand er in freundschaftlichem Kontakt, berühmt ist dessen Sonett auf Cinus` Tod. Gleiches gilt für Dante Alighieri (1265-1321), mit dem er Gedichte ausgetauscht hat und ihm mehrere Sonette widmete. Sogar Giovanni Bocaccio (1313-1375) soll seine Vorlesungen gehört haben. Cinus künstlerische Begabung kommen in einer großen Zahl von Gedichten zum Ausdruck, er gilt als der bedeutendste Vertreter des Dolce stil nuovo, Liebe und Frauenlob waren die beherrschenden Themen. Vor wenigen Jahren wurde in Italien nochmals ein Gedichtband von Cinus neu gedruckt. Seine Studien schloss Cinus um 1300 ab, eine Promotion hat er zunächst nicht abgelegt. Den Doktorgrad erhielt er in Bologna im Jahr des Abschlusses seines großen Codexkommentars, den er Mitte des Jahres 1312 begonnen und am 11. Juli 1314 vollendet hatte. Danach widmete sich Cinus dem Lehramt an verschiedenen Orten, ohne dass der Verlauf seiner Lehrtätigkeit lückenlos gesichert ist. Die Grundlage des Kommentars waren nicht von ihm gehaltene Vorlesungen, sondern er verfasste einen eigenständigen Kommentar. Savigny erkennt in Cinus Kommentar ?ein freies, eigenes Denken, das seit Accursius in der Exegese des römischen Rechts fast untergegangen war.” Die Ausgabe 1578, die auch Savigny benutzt hat, wurde von Nicolaus Cisner (1529-1583), zu Heidelberg Professor für Pandektenrecht und ab 1567 Beisitzer am Reichskammergericht, herausgegeben. Cisner stellt eine längere Einleitung voraus, in der er auch das Leben von Cinus skizziert. Angebunden ist die Lectura von Cinus zum Digestum Vetus, die erstmals 1527 gedruckt worden ist. Darin enthalten sind das erste Buch, die neun Titel des zweiten Buches und die ersten Titel des zwölften Buches (de rebus creditis). Cinus hat diese Vorlesungen zweimal gehalten. Cino de Pistoia (1270-1336), an Italian poet and famous jurist, whose full name was Guittoncino de Sinibaldi, was born in Pistoia, of a noble family. He studied at Bologna under Dinus Muggellanus and Franciscus Accursius, and in 1307 is understood to have been assessor of civil causes in his native city. In that year, however, Pistoia was disturbed by the Guelph and Ghibelline feud. The Ghibellines, who had for some time been the stronger party, being worsted by the Guellphs, Cino, a prominent member of the former faction, had to quit his office and the city of his birth. It is uncertain how long he remained at the fortress. Cino, the master of Bartolus de Saxoferrato, and of Ioannes Andreae the celebrated canonist, was long famed as a jurist. His commentary on the statutes of Pistoia, written within two years, is said to have a great merit; while that on the code (Lectura Cino Pistoia super Codice, Pavia 1483; Lyon 1526; Frankurt 1578) is considered by Savigny to exhibit more practical intelligence and more originality of thought than are found in any commentary on Roman law sincethe time of Accursius. As a poet he also distinguished himself greatly. He was the friend and correspondent of Dante`s later years, and possibly of his earlier also, and was certainly, with Guido Cavalcanti and Durante da Maiano, one of those whoreplied to the famous sonnet “A ciascun´alma presa e gentil core” of the Vita Nuova. Coing, Handbuch I, 274 (Horn) mit vielen weiteren Nachweisen.

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