ZASIUS,U.(1461-1535), Opera omnia. 7 Bde., Lyon 1550.

ZASIUS,U.(1461-1535), Opera omnia. 7 Bde., Lyon 1550.

ZASIUS, Urich (1461-1535), Opera omnia, partim a Io.Udalrico Zasio filio… partim a Ioach.Mynsingero a Frundeck summa cum vigilantia repurgatorum. tomus Primus (….sextus). Lyon, Apud Sebastianum Gryphium, 1550 – 1551. Folio. (Reprint Vico Verlag, Frankfurt am Main 2016) 4 Halbleinenbände. Order-no.: IC-223 ISBN 978-3-86303-284-5 lieferbar / available

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Ulrich Zasius (1461 – 1535), einer der berühmtesten Rechtsgelehrten Deutschlands und Mitbegründer der humanistischen Jurisprudenz, war der bedeutendste deutsche Jurist in der Frühphase der Rezeption des römischen Rechts. Zasius studierte zunächst in Tübingen, später in Freiburg im Breisgau, wo er im Jahre 1501 zum Doktor legum promovierte. Zunächst Gerichtsschreiber in Freiburg las er seit 1506 an der Universität zu Freiburg als Professor der Rechte die Institutionen, wenig später erhielt er die Lectura ordinaria legum. Zasius kann als Jurist der Übergangsphase gekennzeichnet werden, im Urteil, Stil und den Allegationen noch der Tradition der Kommentatoren verhaftet, wuchs in ihm mehr und mehr eine kritische Haltung gegenüber den Juristen alter Schule, bewunderte Alciat und die aufkommende humanistische Jurisprudenz, ohne jedoch sich eindeutig dazu zu bekennen. Seinen bekanntesten Schüler, Bonifacius Amerbach, schickte er zur juristischen Ausbildung nach Avignon. An der dortigen Universität hatte der Mailänder Alciat seinen ersten Ruf erhalten und hielt europaweit beachtete Vorlesungen ab. Doch wie sein Lehrmeister Zasius bewundert Amerbach zwar den großen Alciat, ohne ihm jedoch grundsätzlich zu folgen. Nach Weggang von Alciat an die Universität Bourges bleibt Amerbach in Avignon und wird ein Schüler des von ihm juristisch höher geschätzten Franciscus de Ripa, eines klassischen Vertreters des “mos italicus”. Zasius konnte keine Entscheidung treffen, seine Bewunderung galt vorwiegend den Sprachkenntnissen der Humanisten, seine Geisteshaltung war konservativ und traditional. Letztlich muß die Stellung von Zasius noch bestimmt werden. ZASIUS, Ulrich. Operum omnium tomus primus (-sextus). Ed. J.U. Zasius & J. Mynsinger. 6 in 3 Bdn. Frankfurt, Johann für Sigismund Feyerabend Erben, 1590. Folio. Mit 1 gestochenen und 8 Holzschnittdruckermarken. Schweinslederbände der Zeit mit reicher Blindprägung, gering berieben und nur leicht fleckig. VD 16, Z 129-134; Stintzing, Zasius S. 353; Bibliothek Kammergericht Berlin S. 285. Prächtiger, sehr seltener Druck der Opera, folgt der Ausgabe Lyon 1550-51 (siehe oben). Die Register sind hier getrennt und folgen jeweils nach Bd. II, III & VI. Kein Exemplar auf deutschen Auktionen seit 1950. – Sehr schönes Exemplar, nur zu Beginn und am Schluß jeweils minimale Wurmspuren. Coing, Handbuch II,1/526 Ulrich ZASIUS (1461-1535) war Professor der Rechte in Freiburg im Breisgau. Berühmter Jurist, Initiator in Deutschland für die humanistische Jurisprudenz. ZASIUS selbst war fest verwurzelt im mos italicus, verehrte das Corpus juris civilis als ratio scripta und zollte der neuen juristischen Bewegung (mos gallicus) aus philologischen Gründen Bewunderung als der Einscícht, das Reformen in Methode und juristischem Unterricht wirklich notwendig sind. ZASIUS, selbst des Griechischen nicht mächtig, verehrte hierbei besonders Andreas Alciat, den er als Sprachkünstler sah. Bei der Rekonstruktion des justijanischen Gesetzbuches war Zasius an vielen Stellen eher hilflos den philologisch besser ausgebildeten Zeitgenossen ausgeliefert.

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