CODEX THEODOSIANUS, Ausgabe Berlin 1905: Theodor Mommsen (1817-1903)

CODEX THEODOSIANUS, Ausgabe Berlin 1905: Theodor Mommsen (1817-1903)

CODEX THEODOSIANUS – ed. Theodor MOMMSEN (1817-1903), THEODOSIANI LIBRI XVI cum Constitutionibus Sirmondianis et Leges Novellae ad Theodosianum pertinentes. Consilio et Auctoritate Academiae Litterarum Regiae Borussicae ediderunt Th. MOMMSEN et Paulus M. MEYER, accedunt Tabulae sex. Theodoiani libri XVI…Tabulae sex. Berlin, bei Weidmann, 1905. Groß-Oktav. (Reprint Vico Verlag, Frankfurt am Main 2014) (I,1:) Ttlbl., CCCLXXX S.; (I,2:) Ttlbl., 931 S.; (II:) Ttlbl., CIX, 219 S.; cum Tabulis sex. (zusammen: 1.642 S.) 3 Halbleinenbände. Order-no.: IC-230 ISBN 978-3-940176-84-4 lieferbar / available

420,00

Order Number: 23695AB

I,1: Prolegomena. – I,2: Textus cum apparatu- – II.:Leges Novellae ad Theodosianum pertinentes edidit adiutore Th. Mommseno Paulus H. Meyer. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erweiterten sich die Kenntnis zum Codex Theodosianus, insbesondere durch die Entdeckungen von Amedeus Peyron zu den ersten fünf Bücher. Nach dem damaligen Wissensstand gab Gustav HÄNEL in Bonn 1842 den Codex Theodosianus mit großem Fleiß neu heraus, allerdings schien er mit seiner Aufgabenstellung überfordert. Schließlich schuf der geniale Theodor Mommsen sein nächstes Meisterwerk. Ein Schatten bleibt auf dieser Edition, weil Paul Krüger die gesamten Vorarbeiten bewerkstelligt hatte und den Codex Theodosianus eigentlich selbst edieren wollte. Schließlich gab er dem Drängen Mommsens nach und übergab ihm die gesamt Edition. Nach jahrzehntelangen Vorarbeiten begann Theodor Mommsen im Auftrage der Berliner Akademie der Wissenschaften im Jahre 1898 mit der kritischen Ausgabe des Codex Theodosianus. Erst zwei Jahre nach dem Tode des großen Meisters: 1. November 1903 erschien das nun mehr dreibändige Werk. Der Text und Apparat war schon zu Mommsens Lebzeiten gedruckt, die umfangreiche Einleitung (Prolegomena) wurde nach dem Tod des großen Gelehrten von “amici quibus hoc munus Mommsensi voluntate delatum erat” fertiggestellt. Mommsens Ausgabe hat außerordentlich hohes Lob erhalten. Auch Paul Krüger wollte seinen anfangs mit Mommsen gemeinsam betriebenen Plan ebenfalls vollenden und begann noch in hohem Alter mit den Arbeiten an der Edition des Codex Theodosianus. Krüger konnte sein Werk nicht vollenden, er kam nur bis liber VIII. Der Codex Theodosianus ist wie folgt aufgeteilt: I: Kaisergesetze, Juristenresponsen, Ämter der höheren Beamte; II-IV: Privatprozeß und Privatrecht nach der Ordnung des Edikts; V betrifft einzelne Fragen des Privatrechts, so das gesetzliche Erbrecht, Kinderaussetzung etc.; VI handelt von Senatoren und Beamten, deren Ordnung und Privilegien; VII vom Militärwesen; VIII beginnt zunächst mit Bestimmungen für Unterbeamten die Abschnitte über Schenkung, Ehe- und Kinderlosigkeit und andere familienrechtliche Fragen; IX ist dem Strafrecht und Strafprozeßrecht und X dem Fiskalrecht gewidmet. XI handelt von Abgaben und Leistungen, aber aus Prozessuales wie die Appellation, vom Beweis mit Zeugen und Urkunden; XII-XV verschiedene Vorschriften aus dem Korporations-, Stände- und vor allem dann aus dem Stadtgemeinderecht (vor allem Rom und Konstantinopel), XVI. enthält schließlich die Kirchenrecht.

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