BERTOCH,J.G.(1693-1745), Promptuarium iuris practicum, Leipzig 1740.

BERTOCH,J.G.(1693-1745), Promptuarium iuris practicum, Leipzig 1740.

BERTOCH, Johann Georg (1693-1745), Promptuarium iuris practicum oder Practischer Vorrath zu einer gründlichen Rechts=Wissenschaft, nach einer beliebten Alphabetischen Ordnung. Kurzgefaßtes juristisches Wörter=Lexicon in Reden und Schreiben. Leipzig und Zittau, Verlegts Johann Jacob Schöps, Buchhändler, 1740. Quart. (Reprint Vico Verlag, Frankfurt am Main 2013) Titel-Kupfer, Ttlbl., (12), 1.488, (32) S.) (=Zusammen 1.535 S.) Halbleinen. Bestellnr.: IC-153 ISBN 978-3-86303159-6 lieferbar / available

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Das Promptuarium Iuris, der leichte und schnelle Zugang zu Rechtsbegriffen, begründete Johann Benedikt CARPZOV (1657-1739), Sohn des sächsischen Oberhofpredigers Samuel Benedikt Carpzov (1647-1707), eines Bruders von August Benedikt Carpzov (1644-1708), beide waren Söhne von Johann Benedikt Carpzov (1607-1657), Professor der Theologie in Leipzig und Bruder des großen sächsischen Juristen Benedikt Carpzov (1595-1666). Johann Benedikt Carpzov studierte ab 1693 in Wittenberg, Frankfurt an der Oder und Leipzig. Er wurde 1700 an der Viadrina zu Frankfurt an der Oder promoviert. Danach ließ er sich als Advokat in Dresden nieder. 1702 nahm er eine Stelle als Rats-Syndicus der Stadt Zittau (Syndicus Zittavensis) an und wurde später dort Bürgermeister und 1731 zum Kreisamtmann zu Wittenberg ernannt. 1727 erschien erstmals das Promptuarium Iuris practicum ad modum locorum communium. Nach seinem Tode übernahm Johann Georg BERTOCHIUS (1693-1745) das Rechtslexikon: editio altera, auctior et correctior. Die zweite Auflage erschien in Leipzig und Zittau 1735, das Vorwort verfasste Bertoch am 20. September 1734 in Zittau: Septennium & quod excurrit, elapsum est, cum hoc Promptuarium Juris Practicum, duabus partibus absolutum. Das Rechtslexikon gibt die opinio communis in Sachsen in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wieder. Mevius, Stryk und Brunnemann et aliorum magnorum ICtorum labores sind Hauptquellen seiner Artikel. Daneben zog er Practica und Decisiones zu Rate, neben den bekannten Konsiliensammlung der Universitäten zu Tübingen, Marburg, Altdorf, Kiel, Straßburg, Jena, Leipzig und Wittenberg auch die Rota-Rechtsprechung. Von Sammlungen der Rechtsgutachten führt er folgende Juristen auf: Besold, Harprecht, Vultejus, Rittershausen, Schmidius, Lyncker, Carpzov, Berger und Horn. Am erstaunlichsten ist jedoch, dass er die großen Traktatsammlung Tractatus Tractatuum jussus Gregorii III., gesammelt von Franciscus Zilettus Venedig 1584 mit herangezogen hat. Schließlich auch eine Reihe von Disputatuionensammlungen. Das Lexikon wurde letztmals von Christian August GÜNTHER (1758-1839), der sich in Leipzig habilitierte und ab 1788 in Helmstedt Ordinarius war und eines der letzten Pandektenlehrbücher im 18. Jahrhundert verfasste, weitergeführt und bearbeitet. Im Jahre 1740 erschien das Rechtslexikon erstmals in deutscher Sprache. In der Vorrede wird dargelegt, dass das Bedürfnis nach einem Rechtslexikon für den des Lateins Unkundigen groß gewesen sei und ebenso die Gefahr, dass nicht autorisierte Übersetzungen auf dem Büchermarkt erscheinen: “Es kommt auch diese Edition mit der lateinischen ganz überein”.

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