ARNDTS,L., Gesammelte civilistische Schriften. 3 Bde., Stuttgart 1873.

ARNDTS,L., Gesammelte civilistische Schriften. 3 Bde., Stuttgart 1873.

ARNDTS von Arnesberg, Ludwig. Gesammelte civilistische Schriften. Erster (…dritter) Band. Stuttgart, Cerlag der J. G. Cotta`schen Buchhandlung, 1873. Oktav. (1:) VI, 497 S.; (2:) 676 S.; (3:) VIII, 578 S. 3 zeitgenössische Halbleinen-Bände.

360,00

Order Number: 2307AB

Karl Ludwig ARNDTS, später geadelt mit dem Beinamen von Arnesberg, geb. am 19. August 1803 zu Arnsberg/Westfalen – gest. am 1. März 1878 in Wien, Savigny-Schüler, bedeutender Zivilrechtler, kam das Verdienst zu, das Pandektensystem in Österreich eingeführt und verbreitet zu haben. Der im Jahr des Erstdruckes von Savignys großer Monographie (Recht des Besitzes) geborene Arndst verfasste eines der beliebtesten und weit verbreitesten Pandektenlehrbücher, das ab dem Jahre 1851 auch nach seinem Tode bis zur 14. Auflage im Jahre 1889 fortgesetzt wurde. Der „nüchterne und klare Arndts” (Wieacker), auch als Politiker von streng konservativen Standpunkten geprägt und deutlich katholisch ausgerichtet, sah sich stets der Berliner Schule von Friedrich Carl von Savigny (1779-1861) verpflichtet, auch wenn er in der Kodifikationsfrage eine entgegengesetzte Meinung vertrat und eine nationale Zivilrechtskodifikationsforderte, was sich aber aus seiner Parteinahme für Österreich (Großdeutsche Lösung) und deren bereits in Kraft getretenen Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches (ABGB von 1811) erklären läßt. 1820: (-1823) Rechtsstudium in Bonn und Heidelberg 1824 für ein ganzes Jahr bei Savigny in Berlin 1825: Promotion bei Savigny in Berlin 1826: Habilitation in Bonn 1836: Extraordinarius in Bonn 1838: Ordinarius in Breslau als Nachfolger von Unterholzner 1839: Vor dem Amtsantritt in Breslau Annahme eines Rufes nach München 1844: (-1847) Berufung in die bayerische Gesetzeskommission 1848: (-Mai 1849) Abgeordneter (der Großdeutschen Partei) im Frankfurter Parlament 1855: Annahme eines Rufes an die Universität Wien Im Jahre 1850 anläßlich des 50jährigen Doktorjubiläums von Savigny, dem er auch sein Lehrbuch ehrfurchtsvoll widmete, publizierte Arndts die erste Lieferung seines großen Pandektenlehrbuches, das er schlie´lich im Jahre 1852 abschloss. Nach den Auflagen der Jahre 1855, 1859, 1860, 1865, 1867, 1872 und 1873 erschien die neunte Auflage 1877 als die letzte von Arndts bearbeitete. Das Lehrbuch wurde von L. Pfaff und F. Hofmann, Rechtslehrer an der Universität Wien, bis zur 14. Auflage 1889 fortgeführt. Arndts legte bei seinem Pandektenlehrbuch die Systematik von Georg Arnold HEISE (1778-1851) zugrunde, wie es auch Puchta vorgenommen hat, ohne jedoch dessen Eigenheiten zu übernehmen. Im Grunde kam es Arndts nicht auf die systematische Geschlossenheit, sondern auf die „selbständige und sorgfältige Prüfung jeder Einzeilheit im Gebäude des gemeinen Privatrechts” (Landsberg) an. Insoweit ist das Urteil von Landsberg, das Arndt`sche Lehrbuch sein „ein abgeblasster Puchte”, etwas überzogen. Rudolph von JHERING (1818-1892) rückte dagegen das Lehrbuch von Arndts weit weg von Puchta, da er scherzhaft Arndts bescheinigte, die Aufnahmeprüfung in den „Begriffshimmel” nicht bestanden zu haben, da sein Buch zu wenig theoretisch ausgefallen sei und den Bedürfnissen des (rechts-)praktischen Lebens zu sehr nachgekommen sei. Das Lehrbuch überzeugt durch die klare, knappe und doch präzise Darstellung der damaligen Zivilrechtslehre, die in jedem Abschnitt durch einen umfänglichen Notenapparat ergänzt wird, auf den auch Bernhard WINDSCHEID (1817-1892) in seinem großen Pandektenlehrbuch verweist. Auch die neunte Auflage besticht durch Prägnanz und Kürze und weist in ihrem Umfang nur unwesentlich mehr Seiten auf als die vorangegangenen Auflagen. Systematik: Einleitung. 1. Von den Rechten im Allgemeinen. 2. Von den Rechten an Sachen 3. Von den Obligationen 4. Von den Familienverhältnissen 5. Von der Erbschaft In seinen gesammelten Schriften wird die Gründlichkeit und Gelehrsamkeit des Zivilrechtsdogmatikers Arndts noch deutlicher. Dort entwickelte er seine eigentliche Stärke und machte ihn zu einem der bedeutendsten Zivilrechtlern des 19. Jahrhunderts. Band 1: Erste Abtheilung: Zum Pandektenrecht mit Bezugnahme auf des Verfassers Lehrbuch der Pandekten. I. Nr. 1-33 zu Buch 1-4. des Lehrbuchs Band 2: Erste Abtheilung: Zum Pandektenrecht mit Bezugnahme auf des Verfassers Lehrbuch der Pandekten. I. Nr. 34-56 zu Buch 5. des Lehrbuchs (Erbrecht) Band 3: Zweite Abtheilung: Zur römischen Rechtsgeschichte (4 Aufsätze) Dritte Abtheilung: Ueber neuere Civilgesetzgebung

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