GAILL,A.(1526-1587), Practicae observationes, Köln 1578.

GAILL,A.(1526-1587), Practicae observationes, Köln 1578.

GAILL, Andreas (1526-1587), Practicarum observationum tam ad processum iudiciarium praesertim imperialis camerae, quam causarum decisiones pertinentium, libri duo. Item De pace publica et proscriptis sive bannitis imperii libr. II De pignorationibus liber I. Per…Andream GEYL. Köln (Coloniae Agrippinae), Apud Ioannem Gymnicum sub Moncerote, 1578. Quart. (Reprint Vico Verlag, Frankfurt am Main 2014) Titelblatt, (7), 452, (70), 162 S. Halbleinenband. Order-no.: IC-59 ISBN 978-3-86303-481-8 lieferbar / available Erste Ausgabe eines der berühmtesten Werke der deutschen Rechtsliteratur und Gründungswerk der deutschen Entscheidungssammlungen!

245,00

Order Number: 14214AB

Andreas Gaill (1526 – 1587) legte mit diesem Werk das berühmteste forensisch-kasuistische über das Reichskammergericht vor. Gaill, aus einem alten Kölner Patriziergeschlecht stammend, studierte an den Universitäten Köln, Orléans und Löwen, promovierte 1555 in Bologna und praktizierte zunächst in seiner Vaterstadt als Anwalt. 1558 – 1568 war er Beisitzer am Reichskammergericht zu Speyer, ab 1569 am Reichshofrat in Wien und in den letzten Jahren seines Lebens als Kanzler beim Kurfürsten in Köln tätig. Gail gilt als Begründer der Kameralistik, der Literatur zur Rechtsprechung des Reichskammergerichts. In seinen 1578 erstmals erschienenen Practicae observationes, die vielfach wiederaufgelegt, mehrfach ins Deutsche und zuletzt 1771 gedruckt worden sind, versucht Gail erstmals eine systematische Darstellung der Rechtsprechung des Reichskammergerichts. In 316 observationes werden Rechtsfragen und Rechtsprobleme erörtert, die vor diesem höchsten reichsrechtlichen Gericht immer wieder auftauchten, unterschiedlich erörtert und diskutiert worden sind. Diese umstrittenen und oft sehr schwierigen Rechtsfragen werden in einzelnen, meist kurzen Abhandlungen dargelegt, kontrovers aufgeschlüsselt und die Entscheidung begründet. Grundlage dieses Werkes ist die 11 Jahre dauernde Tätigkeit von Gaill als Assessor am Reichskammergericht. Die gerichtlich vorgetragenen und entschiedenen Fälle bilden das innere Gerüst dieses Werkes. Nur so ist auch der ungeheuere Einfluß dieses Werkes zu erklären; es stand bezüglich des Reichsgerichts unerreicht, ist von ähnlichen Werken nur von denen eines Mevius und Carpzov erreicht worden. Der angebundene Titel “de pace publica” ist eine staatsrechtliche Abhandlung von Gaill. Das Werk behandelt den Landfrieden und die Reichsacht. Zu beiden Themenkreisen legte Gaill erstmals eine systematische Bearbeitung vor. Der sog. “ewige Landfrieden” war gerade aufgrund der Konfessionsstreitigkeiten zwischen Katholiken und Protestanten ein wichtiges und beliebtes Thema innerhalb des Jus publicum. Gaill untersucht auch die Reichweite des Landfriedens, vor allem seine Geltung innerhalb des geistlichen Standes: damit auch die Kompetenzen des Reichskammergerichts. Andreas von Gail(l), a famous German judge and jurist, author of Practicarum Observationum libri duo (1578), which influenced the Dutch law of procedure and was itself edited and annotated many times. It was one of the first volumes of german decisions. Coing, Handbuch II,2/ 1363 (Gehrke) mit vielen weiteren Verweisen.

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