ALCIAT,A., Iudiciarii processus compendium, Köln 1538.

ALCIAT,A., Iudiciarii processus compendium, Köln 1538.

ALCIAT, Andreas, Iudiciarii processus compendium, atque adeo Iuris utriusque praxcis aurea. (Angebunden:) DECIUS, Philippus, Scripta sive Lectura super titulo De regulis iuris. ff. cum interpretationibus nonnullarum legum eiusdem tituli necnon Apostillis ac etiam Repertorio Hieronymi Chuchalon hispani nuper additis. Nunc demum recognita & emendata. Cum privilegio Caesareo ad sexennium. Köln & Lyon, Apud Melchiorem Novesianum & apud Stephanum Maillet, 1538-1542. Oktav. (I:) Titelblatt mit Druckersignet, (8), 215 gezählte Blätter.; (II:) Titelblatt mit Holzschnittbordüre in Rot-Schwarz-Druck, (35), 176 gezählte Blätter mit Druckersignet auf der letzten Seite. 2 Teile in einem zeitgenössischen, dunkelbraunen, zeitgenössischen Ledereinband mit figürlicher und ornamentaler Blindprägung auf den Deckeln. Fingierte Autorenschaft von Alciat!

1.400,00

Order Number: 14021AB

Schöner Postinkunabeldruck! Filippo DECIO (1454-1535), aus Mailand stammend, war die überragende Juristengestalt in der Übergangsphase vom Spätmittelalter zur Neuzeit. Den anstürmenden reformfreudigen Kollegen setzte DECIUS trotzig die scholastische, konservative Methode entgegen, die im Widerstreit zur französischen Methode, die Alciat begründete, “mos italicus” genannt wurde. Mit seinen Schriften beeinflußte er europaweit die Juristenausbildung, sein Standpunkt stärkte der Tradition den Rücken. Unter seinen überragenden Schriften zählte sein Buch zu der berühmten Digetsenstelle De regulis iuris, ein Werk, das die überwiegende Zahl von Professoren und Studenten in der Rocktasche mit sich trugen, fleißig lasen und daraus lernten. Sehr reizvoll ist die zweite Publikation, die den großen ialienischen Juristen Andreas Alciat (1492-1550), Begründer der humanistischen Jurisprudenz, als Autor ausweist. Die Schrift tauchte erstmals in Köln 1530 auf. Es war die Zeit, als Alciat in Bourges seiner Lehrtätigkeit nachging und schnell der wichtigste Jurist Europas wurde. Überall erschienen Raubdrucke, der gesamte Büchermarkt dürstete nach Alciatbüchern. Das gefälschte Alciatbuch über den Prozess war in Köln äußerst erfolgreich: bis 1566 weurde es sieben Mal aufgelegt. Dann folgten Drucker in Lyon, Paris und Venedig dem Beispiel. Sö ärgerlich nicht autorisierte Texte für Autoreen sind, Fälschungen sagen mehr über die Bedeutung des Autors wied es Künstlers aus und heben sein Ansehen und seine Vermarktung mehr als dass ihnen Schaden zugefügt wird. Index Aureliensis 102.913. München SB (Hb.4977,7) Auch in: Berlin SB, Wien NB & Wroclaw BU.

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